Figurtyp berechnen: Der vollständige Ratgeber für Kleidung & Dessous

Figurtyp berechnen: Der vollständige Ratgeber für Kleidung & Dessous

Einleitung: Warum Ihren Figurtyp zu kennen, mehr ist als nur eine Zahl

Ihren individuellen Figurtyp zu kennen, ist ein wertvolles Werkzeug, um Kleidung und insbesondere Dessous zu finden, die nicht nur passen, sondern Sie auch optimal in Szene setzen. Ein verständnis der eigenen Körperproportionen hilft, Stärken zu betonen, Shopping-Frust zu vermeiden und ein Gefühl für den persönlichen Stil zu entwickeln. Dieser Ratgeber führt Sie durch die korrekte Messung, erklärt die gängigen Klassifikationen und zeigt auf, wie Sie dieses Wissen praktisch – mit einem besonderen Fokus auf die Dessous-Wahl – anwenden können. Dabei ist wichtig zu verstehen: Es geht nicht darum, sich in eine Schublade stecken zu lassen, sondern eine fundierte Basis für stilistische Entscheidungen zu schaffen.

Die Grundlagen: Was ist ein Figurtyp und warum ist die Berechnung nicht in Stein gemeißelt?

Der Figurtyp beschreibt die charakteristische Silhouette und Proportionen Ihres Körpers, basierend auf dem Verhältnis von Schultern, Brust, Taille und Hüften. Im Gegensatz zu einem verbreiteten Irrglauben gibt es keine einzige, international standardisierte Formel zur Berechnung. Verschiedene Systeme aus Stilberatung, Mode und Gesundheitswesen nutzen unterschiedliche Ansätze. Während die Modeindustrie Typologien wie „Sanduhr“ oder „V-Form“ verwendet, arbeitet die Medizin oft mit dem Taille-Hüft-Verhältnis (WHR), um Aussagen über die Fettverteilung zu treffen.

Ein weiterer entscheidender Punkt: Ihr Figurtyp kann sich im Laufe des Lebens verändern. Gewichtsschwankungen, Muskelaufbau, Schwangerschaften, hormonelle Umstellungen und der natürliche Alterungsprozess beeinflussen die Körperkonturen. Eine regelmäßige Überprüfung der Maße ist daher sinnvoll. Zudem ist eine pauschale Aussage, ein bestimmter Figurtyp sei mit Gesundheitsrisiken verbunden, irreführend. Aus medizinischer Sicht wird die Fettverteilung (apfelförmig = mehr Bauchfett vs. birnenförmig = mehr Fett an Hüften und Oberschenkeln) und der absolute Taillenumfang betrachtet, nicht der modische Figurtyp.

Vollständiger Ratgeber: Von der Messung zur Interpretation

Aspekt 1: Körpermaße präzise und korrekt messen

Die Basis jeder Figurtyp-Bestimmung sind akkurate Messungen. Nehmen Sie sich Zeit und verwenden Sie ein flexibles, nicht dehnbares Maßband. Messen Sie am besten in Unterwäsche oder enger Kleidung und stellen Sie sich gerade vor einen Spiegel. Wichtig: Das Maßband sollte eng anliegen, aber nicht einschneiden.

  • Schulterumfang/Brustkorb: Messen Sie an der breitesten Stelle Ihres Oberkörpers, normalerweise auf Höhe der Achseln, rundherum. Dieser Wert ist entscheidend für die Unterscheidung zwischen z.B. V-Form und Sanduhr.
  • Brustumfang (für Dessous): Messen Sie den vollen Brustumfang an der stärksten Stelle der Brust, horizontal um den Rücken herum. Das Maßband sollte locker aufliegen.
  • Unterbrustumfang: Dies ist eine der wichtigsten Messungen für die BH-Größe. Führen Sie das Maßband direkt unter Ihrer Brust, um den Brustkorb herum. Es sollte straff sitzen.
  • Taillenumfang: Messen Sie an der schmalsten Stelle Ihres Oberkörpers, etwa in Höhe des Bauchnabels oder leicht darüber. Wenn keine ausgeprägte Taille vorhanden ist, messen Sie auf Höhe des kleinsten Umfangs zwischen Rippenbogen und Hüfte.
  • Hüftumfang: Messen Sie an der breitesten Stelle Ihrer Hüften und Ihres Gesäßes. Stellen Sie sicher, dass das Maßband horizontal verläuft.

Ergänzung: Für eine vollständige Dessous-Beratung sind Körbchengröße und Busenform mindestens ebenso wichtig wie der Figurtyp. Die Form (z.B. schmal, weit auseinanderstehend, voll oben) bestimmt maßgeblich, welcher BH-Schnitt (Balconette, Vollschale, Demi-Cup etc.) optimal passt.

Aspekt 2: Proportionen analysieren und den Figurtyp bestimmen

Vergleichen Sie nun Ihre gemessenen Werte. Im deutschsprachigen Raum haben sich folgende Klassifikationen etabliert:

  • Sanduhrfigur (X-Form oder „Stunde“): Schultern und Hüften sind in etwa gleich breit, die Taille ist deutlich schmaler (mindestens 20-25 cm Unterschied). Die Proportionen sind ausgeglichen und kurvenreich.
  • V-Form (Dreieck oder „umgekehrtes Dreieck“): Die Schultern oder der Brustkorb sind merklich breiter als die Hüften. Die Taille kann definiert sein, steht aber nicht im Vordergrund.
  • A-Form (Birne oder Dreieck): Die Hüften sind breiter als die Schultern. Die Taille ist oft gut definiert, die Proportionen gehen nach unten hin breiter werdend.
  • H-Form (Rechteck): Schultern, Taille und Hüfte sind in etwa gleich breit. Es fehlt eine stark betonte Taille, die Silhouette ist eher geradlinig.
  • O-Form (Apfel): Der Umfang in der Körpermitte (Brust und Taille) ist der ausgeprägteste Bereich, während Schultern und Hüften schmaler sind. Die Beine sind oft schlank.

Eine einfache Analysehilfe: Notieren Sie, welche der drei Messungen (Schultern/Brustkorb, Taille, Hüften) die größte und welche die kleinste ist. Das Verhältnis dieser Werte weist auf Ihren Typ hin.

Wichtiger Kontext: Verschiedene Dessous-Marken basieren auf unterschiedlichen Schnittmodellen und Passformen. Ein als „perfekt“ berechneter Figurtyp garantiert nicht, dass jedes Dessous einer Marke passt. Anprobieren und die individuelle Passform checken ist unerlässlich.

Aspekt 3: Passende Kleidung und Dessous auswählen – Stilberatung für jeden Typ

Das Wissen um Ihren Figurtyp hilft, Kleidung zu wählen, die Ihre Silhouette harmonisch wirken lässt. Das Ziel ist oft, optisch eine ausgewogene Sanduhr-Form zu schaffen.

Figurtyp Stilziel & Kleidung Empfohlene Dessous & Tipps
Sanduhr (X) Die vorhandenen Kurven betonen. Taillenbetonte Schnitte, Wickelkleider, figurbetonte Silhouetten. Nahezu alle BH-Formen passen. Besonders gut: Bügel-BHs, die die natürliche Form stützen, und taillenbetonte Bodys oder Corsagen. Wählen Sie Slips, die nicht an den Hüften einschneiden.
V-Form (umgekehrtes Dreieck) Die Schultern optisch reduzieren, die Hüften betonen. A-Linien-Röcke, helle Hosen, Details auf der unteren Körperhälfte. BH-Typen, die die Brust nicht zusätzlich verbreitern (z.B. keine Padded-BHs mit seitlicher Polsterung). Slips und Strings mit Details (Spitze, Rüschen) an den Hüften können diese optisch ausgleichen. Breit geschnittene Hüftslips sind ideal.
A-Form (Birne) Die Schultern und Oberkörper betonen, eine Taille definieren. Oberteile mit Ausschnitten, Schulterbetonung, dunkle, gerade Hosen. BH-Typen, die Volumen im Oberkörper schaffen (Push-Up, Balconette, BH mit Mustern). Slips in neutralen Farben und einfachem Schnitt lenken die Aufmerksamkeit nach oben. High-Waist-Slips können die Taille schmeichelhaft definieren.
H-Form (Rechteck) Eine Taille andeuten und Kurven schaffen. Peplum-Oberteile, taillierte Jacken, Kleider mit Gürtel. BH-Typen, die für Kurven sorgen (stark gepolsterte BHs, BHs mit Unterbrustbügel und Seitenteilen). Dessous-Sets mit Corsagen oder Bodies, die die Taille schnüren. Strings oder Slips mit taillenbetonenden Details.
O-Form (Apfel) Lange, schlanke Linien schaffen, die Taille nicht einengen. V-Ausschnitte, fließende Stoffe, Kleider mit Empire-Taille. BH-Typen mit guter Stützung und breiten Trägern (Vollschalen-BH, Minimizer-BH). Slips mit hoher Taille (High-Waist) oder figurbildenden Eigenschaften sorgen für eine glatte Silhouette. Vermeiden Sie einschneidende Bund- oder Gummizüge.

Der wichtigste Aspekt: Unabhängig von allen Empfehlungen steht Ihre subjektive Körperwahrnehmung und Ihr Komfort an erster Stelle. Dessous, in denen Sie sich nicht wohlfühlen, werden Sie auch nicht mit Selbstbewusstsein tragen.

Praktische Tipps für den Alltag

  • Messen Sie regelmäßig: Nehmen Sie Ihre Maße alle 6-12 Monate oder bei spürbaren körperlichen Veränderungen erneut. So bleiben Ihre Größentabellen aktuell.
  • Markenspezifische Tabellen nutzen: Größensysteme variieren zwischen Herstellern und Ländern. Konsultieren Sie immer die Größentabelle der jeweiligen Dessous-Marke und lesen Sie Kundenbewertungen zur Passform.
  • Materialqualität beachten: Hochwertige Materialien wie Mikrofaser, Baumwolle mit Elasthan oder Spitze mit gutem Stretch passen sich besser an und sind hautfreundlicher.
  • Profiberatung in Anspruch nehmen: Vor allem für BHs lohnt sich eine professionelle Anprobe und Beratung in einem Fachgeschäft. Die Experten können oft auch ungewöhnliche Passformprobleme lösen.
  • Online-Tools kritisch nutzen: Online-Figurtyp-Rechner können eine erste Orientierung geben, ersetzen aber nicht das eigene, präzise Messen und die individuelle Betrachtung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie bestimme ich meinen Figurtyp wirklich genau?

Beginnen Sie mit der präzisen Messung von Schultern/Brustkorb, Brust, Unterbrust, Taille und Hüften an den korrekten Körperpunkten. Vergleichen Sie dann diese Werte: Welcher ist am größten, welcher am kleinsten? Die charakteristische Relation dieser Maße (z.B. Hüfte > Schultern > Taille) weist auf Ihren dominanten Figurtyp hin. Betrachten Sie Ihren Körper auch im Spiegel im Profil, um die Tiefenwirkung (Brust- und Gesäßvolumen) zu beurteilen.

Welche Maße sind die wichtigsten für die Figurtyp-Berechnung?

Für die modische Figurtyp-Bestimmung sind die Umfänge von Schultern/Brustkorb, Taille und Hüften entscheidend. Für die Dessous-Größe, insbesondere den BH, sind Unterbrustumfang und Brustumfang die fundamentalen Maße. Der Unterschied zwischen beiden ergibt die Körbchengröße.

Gibt es eine einfache, schnelle Methode, den Figurtyp zu bestimmen?

Eine grobe, visuelle Einordnung ist oft möglich: Stellen Sie sich in enger Kleidung vor einen Ganzkörperspiegel. Sind Ihre Schultern und Hüften gleich breit bei schmaler Taille? (Sanduhr). Sind die Schultern deutlich breiter? (V-Form). Sind die Hüften breiter? (A-Form). Fehlt eine deutliche Taille bei ähnlich breiten Schultern und Hüften? (H-Form).

Was sind die verschiedenen Figurtypen und ihre Merkmale?

Die gängigsten Typen sind: Sanduhr (ausgeglichene Kurven), V-FormA-Form/Birne (schmale Schultern, breite Hüften), H-Form/Rechteck (gerade Silhouette) und O-Form/Apfel (betonte Körpermitte). Jeder Typ hat charakteristische Proportionen.

Wie messe ich meine Körpermaße absolut korrekt?

Verwenden Sie ein flexibles Maßband. Messen Sie über der Haut oder dünner Unterwäsche. Stehen Sie aufrecht, aber entspannt. Atmen Sie normal aus und halten Sie das Maßband parallel zum Boden, ohne es zu straff zu ziehen oder durchhängen zu lassen. Bei der Taille finden Sie die schmalste Stelle, bei den Hüften die vollste.

Was bedeutet der Begriff „Figurtyp“ überhaupt?

Der Figurtyp ist eine Kategorisierung der menschlichen Körperform basierend auf den charakteristischen Proportionen und Konturen, insbesondere dem Verhältnis von Schulter-, Brust-, Taillen- und Hüftumfang. Er dient als Hilfsmittel in der Stilberatung und Modeindustrie.

Wie finde ich meinen passenden BH-Typ basierend auf Figur und Busenform?

Die BH-Größe (z.B. 75B) ergibt sich aus Unterbrustumfang (75) und der Differenz zum Brustumfang (B). Der BH-Typ oder -Schnitt (Balconette, Vollschale, Bügellos etc.) hängt von Ihrer Busenform und -füllung ab. Ein Fachgeschäft kann hier die beste Beratung bieten. Kombinieren Sie dieses Wissen mit Ihrem Figurtyp: Bei schmalen Schultern (A-Form) kann ein Balconette-BH sie optisch verbreitern.

Was sind die wichtigsten Proportionen bei der Figurtyp-Berechnung?

Das zentrale Verhältnis ist das zwischen Schulter-/Brustkorbbreite, Taillenumfang und Hüftumfang. Auch das Taille-Hüfte-Verhältnis (WHR) und das Taille-Brust-Verhältnis werden häufig analysiert, um die Silhouette zu beschreiben.

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