Figurtyp bestimmen: Der perfekte Fit für Ihre Dessous

Figurtyp bestimmen: Der perfekte Fit für Ihre Dessous

Einleitung

Die Wahl der richtigen Dessous ist entscheidend, um sich nicht nur wohlzufühlen, sondern auch ein selbstbewusstes Aussehen zu vermitteln. Sie sind die unsichtbare Basis jedes Outfits und können die Silhouette maßgeblich formen. Doch wie finden Sie den passenden Stil für Ihren Körper? Die Antwort liegt in der richtigen Figurtyp-Bestimmung. In diesem umfassenden Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren Körpertyp identifizieren, welche Dessous zu Ihrem Figurtyp passen und welche praktischen Tipps Sie dabei unterstützen, die ideale Passform zu finden.

Der deutsche Dessous-Markt ist vielfältig und entwickelt sich ständig weiter. Während Frauen immer mehr Wert auf den perfekten Fit und individuelle Beratung legen, zeigt eine erschreckende Tatsache, dass laut verschiedener Studien über 80% der Frauen eine falsche BH-Größe tragen. Dies unterstreicht, wie wichtig fundiertes Wissen über den eigenen Körper ist. In diesem Artikel lernen Sie, wie Sie Ihren Figurtyp bestimmen, die passenden Dessous auswählen und häufige Fehler vermeiden.

Vollständiger Ratgeber

Aspekt 1: Ihren Figurtyp korrekt identifizieren

Der erste und wichtigste Schritt bei der Auswahl von Dessous ist die korrekte Identifikation Ihres Figurtyps. Dies bildet die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen. Im Gegensatz zu frei erfundenen Prozentangaben ist die Verteilung der Figurtypen in der Bevölkerung sehr divers und variiert stark. Die gängigste und etablierteste Einteilung kennt fünf grundlegende Figurtypen, die auf den Proportionen von Schultern, Brust, Taille und Hüften basieren.

  • Sanduhr- oder Stundenglasfigur: Dies ist der klassische, symmetrische Typ. Schultern und Hüften sind in etwa gleich breit, während die Taille deutlich schmaler ist. Die Kurven sind natürlich betont.
  • Dreiecksfigur oder Birnenfigur: Hier sind die Hüften und Oberschenkel breiter als die Schultern. Die Taille ist oft gut definiert. Dieser Typ wird fälschlicherweise manchmal als „Pferdegesäß“ bezeichnet, was jedoch keine gängige oder wertschätzende Bezeichnung ist.
  • Umgekehrtes Dreieck oder Apfelfigur: Die Schultern und/oder die Brust sind breiter als die Hüften. Die Taille ist weniger ausgeprägt. Die Figur wirkt obenlastig.
  • Rechteckfigur oder Säulenfigur: Schultern, Taille und Hüften sind in etwa gleich breit. Der Körperumriss ist eher gerade, ohne starke Einschnürung an der Taille. Dieser Typ wird oft als sportlich beschrieben.
  • Ovalfigur oder Rundtyp: Die Mitte des Körpers (Brust, Taille, Bauch) ist der breiteste Teil. Schultern und Hüften sind schmaler. Die Rundungen sind weich und gleichmäßig verteilt.

So bestimmen Sie Ihren Typ korrekt: Stellen Sie sich vor einen Spiegel und messen Sie mit einem flexiblen Maßband an den entscheidenden Stellen: den Schultern (am breitesten Punkt), der Brust (auf Höhe der Brustwarzen), der Taille (der schmalste Punkt, meist oberhalb des Bauchnabels) und den Hüften (am vollsten Punkt des Pos). Notieren Sie die Werte und vergleichen Sie die Proportionen. Welcher Bereich ist am breitesten? Ist Ihre Taille deutlich schmaler? Die Antworten führen Sie zu Ihrem Figurtyp.

Aspekt 2: Die passenden Dessous für jeden Figurtyp auswählen

Jeder Figurtyp profitiert von spezifischen Schnitten und Stilen, die die Vorzüge betonen und eventuelle Unsicherheiten elegant kaschieren. Hier finden Sie detaillierte, figurschmeichelnde Empfehlungen:

  • Sanduhrfigur (Stundenglas): Ziel ist es, die natürlichen Kurven zu unterstützen, ohne sie zu erdrücken. Ein BH mit Balconette- oder Demi-Cup betont das Dekolleté perfekt. Ein Korsett oder Bustier mit Taillenbetonung unterstreicht die schmale Taille wunderbar. Bei Slips sind Brazilian- oder High-Waist-Schnitte ideal, da sie die Hüften umschmeicheln und die Taille betonen. Vermeiden Sie zu voluminöse BHs, die die Proportionen übertreiben könnten.
  • Birnenfigur (Dreieck): Das Ziel ist, die Schulterpartie zu verbreitern und die Aufmerksamkeit nach oben zu lenken. BHs mit Paddings, Push-Up-Effekt oder auffälligen Details (Volants, Rüschen) an den Cups sind perfekt. Breite, dekorative Träger oder BH-Modelle mit Halterung am Nacken (z.B. Longline-BHs) schaffen Volumen oben. Bei der Unterhose sollten Slips mit geradem Bund (Briefs) oder Boyshorts die Hüften optisch beruhigen. Hochgeschnittene Strings können die Hüften unvorteilhaft betonen.
  • Apfelfigur (umgekehrtes Dreieck): Hier soll die untere Körperhälfte mehr Volumen erhalten, um die breiten Schultern auszubalancieren. BHs mit weicher, ungepolsterter Cup-Form (z.B. T-Shirt-BHs) oder V-Ausschnitten schlankieren die Oberweite. Der Fokus liegt unten: Slips mit Rüschen, Volants oder hellen Farben an den Hüften (z.B. French Knickers) oder Figurschmeichler mit Hüftpolstern schaffen optisches Gleichgewicht. Einfache Strings oder Tangas sind hier eine gute Wahl.
  • Rechteckfigur (Säule): Ziel ist es, Kurven zu schaffen und die Silhouette weicher zu gestalten. BHs mit Push-Up, Paddings oder stark gepolsterten Cups sind ideal, um Volumen an der Brust zu generieren. BHs mit horizontalen Nähten oder Unterbrustbändern betonen die Brustform. Bustiers, Korsellets oder Dessous mit horizontalen Spitzen-Einsätzen schaffen eine Taille. High-Waist-Slips oder Slips mit seitlichen Rüschen formen die Hüften.
  • Ovalfigur (Rundtyp): Wichtig ist eine gute Stützung und eine glättende Wirkung, ohne einzuengen. BHs mit vollständigen Cups und seitlichen Stützleisten sind essenziell, um das Brustgewebe optimal zu formen und nach vorne zu zentrieren. Figurschmeichler, Bodies mit Kontroll-Effect oder High-Waist-Slips aus festem Material schaffen eine glatte Silhouette unter der Kleidung. Weiche, dehnbare Stoffe wie Mikrofaser sind ideal. Vermeiden Sie BHs mit zu schmalen Trägern oder Slips mit einschneidenden Bündchen.

Aspekt 3: Material, Passform und aktuelle Trends

Die Wahl des Materials ist mindestens genauso wichtig wie der Schnitt. Sie beeinflusst Komfort, Aussehen, Haltbarkeit und Hautgefühl.

Die wichtigsten Dessous-Materialien im Überblick:

  • Baumwolle: Das absolutes Standardmaterial für Alltags- und Komfort-Dessous. Hautfreundlich, atmungsaktiv und pflegeleicht. Dominiert den Markt im Basic-Bereich. Ein einfaches Baumwoll-Set ist bereits ab 20-30€ erhältlich.
  • Mikrofaser: Ein hochrelevantes, modernes Material. Extrem weich, glatt, strapazierfähig und oft elastisch. Ideal für nahtlose Dessous, T-Shirt-BHs und Sport-BHs. Bietet oft Feuchtigkeitstransport und ist pflegeleicht. Hat einen sehr großen Marktanteil im mittleren Preissegment.
  • Spitze: Das Material für elegante, feminine und verführerische Looks. Spitze ist nicht gleich Spitze – die Qualität der Verarbeitung ist entscheidend. Ein qualitatives Spitzen-Set von einer Marke des mittleren Preissegments (wie Anita, Triumph, Hunkemöller) kostet üblicherweise zwischen 60 und 120€. Luxusspitze kann deutlich teurer sein.
  • Nachhaltige Materialien: Ein wachsender Trend. Dazu zählen Tencel™/Lyocell (atmungsaktiv, glatt, aus nachhaltiger Holzquelle), recycelte Polyamid- oder Elasthanfasern (aus alten Fischernetzen oder Kunststoffabfällen) und Bio-Baumwolle. Diese Materialien stehen für einen bewussteren Konsum.
  • Seide: Ein reines Luxusmaterial. Fühlt sich herrlich auf der Haut an, ist temperaturausgleichend, aber sehr empfindlich und teuer in der Pflege. Hat einen kleinen Nischenmarktanteil.

Die Passform-Revolution: Warum Größe nicht gleich Größe ist
Das zentrale Problem im Dessous-Bereich ist die Passform. Viele Frauen kennen ihre korrekte BH-Größe nicht. Eine korrekte BH-Größe setzt sich aus Unterbrustumfang (Zahl, z.B. 75) und Korbgröße (Buchstabe, z.B. C) zusammen. Anzeichen für einen falschen BH sind: hochrutschen des Bunds im Rücken, einschneidende Träger, herausrutschende Brust aus dem Cup („Doppelbrust“) oder ein vorn abstehender Bund. Lassen Sie sich in Fachgeschäften professionell vermessen – und das ruhig regelmäßig, da sich die Brustform im Laufe des Lebens ändert.

Aktuelle Trends: Neben Nachhaltigkeit sind „Slow Fashion“-Dessous (hochwertig, langlebig, zeitlos), Körperpositivität in der Werbung (mehr Diversität in Größen und Figurtypen) und Technologie-Integration (z.B. selbstanpassende Cups) wichtige Marktentwicklungen.

Praktische Tipps für den perfekten Dessous-Kauf

Um die passenden Dessous auszuwählen, die nicht nur gut aussehen, sondern auch perfekt sitzen, beachten Sie diese erweiterten Tipps:

  1. Lassen Sie sich professionell vermessen. Gehen Sie in ein Fachgeschäft oder eine Dessous-Boutique und nutzen Sie den kostenlosen Service. Dies ist der wertvollste Schritt.
  2. Probieren Sie verschiedene Schnitte und Marken aus. Jede Marke hat leicht unterschiedliche Schnittmuster. Was bei der einen Marke in 75C passt, kann bei einer anderen 80B sein.
  3. Achten Sie auf die Qualität der Verarbeitung. Fühlen Sie die Nähte innen – sind sie flach und glatt? Sind die Schließhaken stabil? Ist das Elasthan im Bund hochwertig und dehnbar?
  4. Testen Sie die Bewegungsfreiheit. Heben Sie im Anproberaum die Arme, beugen Sie sich vor. Rutscht etwas? Schneidet etwas ein? Ein guter BH bleibt an seinem Platz.
  5. Denken Sie an den Verwendungszweck. Brauchen Sie einen nahtlosen T-Shirt-BH, einen stützenden Sport-BH oder ein verführerisches Spitzen-Set? Passen Sie die Wahl daran an.
  6. Investieren Sie in Basics. Haben Sie einige wenige, perfekt sitzende Alltags-BHs in neutralen Farben (hautfarben, schwarz) als Grundausstattung.
  7. Pflegen Sie Ihre Dessous richtig. Handwäsche oder Schonwaschgang (max. 30°C) mit speziellem Feinwaschmittel. KEIN Weichspüler (verstopft die Fasern), KEIN Trockner. Liegend trocknen lassen. So verlängern Sie die Lebensdauer erheblich.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie finde ich meine wirklich passende BH-Größe?

Die beste Methode ist die professionelle Anprobe in einem Fachgeschäft. Für eine erste Selbsteinschätzung messen Sie den Unterbrustumfang straff, aber nicht einschnürend. Dieser Wert (in cm) ergibt die Bandgröße (z.B. 75). Messen Sie dann den Brustumfang an der vollsten Stelle, ohne das Maßband zu straffen. Die Differenz zwischen Brust- und Unterbrustumfang bestimmt den Cup: ca. 12-14 cm = Cup A, 14-16 cm = Cup B, 16-18 cm = Cup C, usw. Dies ist nur eine grobe Richtlinie.

Welche Dessous eignen sich für eine kleine Oberweite?

Für kleine bis mittlere Oberweiten sind BHs mit leichter Polsterung, Push-Up-Effekt oder Balconette-Schnitt ideal. Sie formen und geben Volumen. BHs mit horizontalen Nähten oder Mustern auf den Cups wirken ebenfalls vergrößernd. Vermeiden Sie übergroße, ungefüllte Cups, die hohl wirken können.

Welche Dessous eignen sich für eine große Oberweite?

Hier sind Stützung und Formgebung oberstes Gebot. Suchen Sie nach BHs mit vollständigen, genähten Cups (3-Teile-Cup), breiten, gepolsterten Trägern und einem stabilen, breiten Unterbrustband, das den Großteil der Last trägt. Seitliche Stützleisten und ein hoher Steg zwischen den Cups sind essenziell. Marken mit speziellen Großgrößen-Kollektionen (z.B. Anita, Prima Donna, Elomi) sind oft die beste Wahl.

Was sind die gängigsten Figurtypen und wie erkenne ich meinen?

Die fünf gängigsten Typen sind: Sanduhr/Stundenglas (gleiche Schulter-/Hüftbreite, schmale Taille), Birne/Dreieck (breitere Hüften), Apfel/umgekehrtes Dreieck (breitere Schultern), Rechteck/Säule (gleiche Breite an Schultern, Taille, Hüften) und Oval/Rund (breiteste Stelle in der Mitte). Messen Sie mit einem Maßband und vergleichen Sie die Proportionen: Welcher Bereich ist am breitesten? Ist die Taille deutlich schmaler?

Wie wähle ich Dessous passend zu meiner Figur aus?

Gehen Sie strategisch vor: 1. Bestimmen Sie Ihren Figurtyp. 2. Überlegen Sie, welche Körperpartie Sie betonen und welche Sie harmonisieren möchten. 3. Wählen Sie Schnitte, die dieses Ziel unterstützen (z.B. Push-Up für mehr Volumen oben, High-Waist für eine glättende Wirkung an der Taille). 4. Achten Sie auf hochwertige Materialien, die zur gewünschten Anwendung passen (Mikrofaser für Alltag, Spitze für besondere Anläs

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